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Wichtiger Meilenstein für die Pädiatrie am St. Vincenz: Kinderklinik im Talbau eingezogen!

Der erste kleine Patient verließ die alte Station 7 Ost um 8:10 Uhr, der letzte verlegte Patient traf um 11:51 Uhr auf der Station T3 im Talbau des St. Vincenz ein, der neuen Heimat der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am St. Vincenz. Nach Überzeugung des Chefarzt-Duos war der Umzug ein „weiterer wichtiger Meilenstein in der Weiterentwicklung der pädiatrischen Versorgung auf dem Schafsberg: „Wir sind stolz auf das gesamte Team, das den Umzug so professionell umgesetzt hat“, so Dr. Doris Fischer und Prof. Dr. Alex Veldman, die beiden Chefärzte der Kinderklinik. Ein Statement, dem sich natürlich auch Geschäftsführer Guido Wernert gern anschloss.

Freude über moderne, helle und freundliche Räume im neuen Talbau: Mitglieder des pflegerischen Teams und Oberärztin Dr. Sophie Schmitt-Kästner (2.v.l.) betreten „ihre“ neue Station im Talbau des St. Vincenz.

Mehrere Stationsteams und Mitarbeiter aus vielen anderen Arbeitsbereichen wie IT oder Haustechnik waren beteiligt, um den Umzug möglichst reibungslos und professionell zu bewältigen.

Das Foyer der Kinderklinik in den neuen Räumlichkeiten.

Insgesamt 15 Patienten wurden verlegt, drei davon nicht invasiv beatmet mit High-Flow. Sechs Ärzte und bis zu zehn Pflegekräfte aus zwei Stationsteams (7 Ost und T3) sowie viele unterstützende Mitarbeiter aus IT, Haustechnik und vielen anderen beteiligten Bereichen waren an dieser großen logistischen Herausforderung beteiligt. „Ihnen allen gebührt großer Dank und Respekt, zumal der Umzug im laufenden Betrieb zu bewältigen war“, so die beiden Chefärzte.
Im Talbau stehen der Klinik für Kinder und Jugendmedizin nun auf ca. 1400 Quadratmeter Fläche moderne, helle und freundliche Räume zur Verfügung, um das Versorgungsangebot sowohl quantitativ, als auch qualitativ weiter auszubauen. In der nun räumlich von der Neonatologie getrennten Allgemeinpädiatrischen Station können bis zu 18 Kinder stationär in lichtdurchfluteten Zweibettzimmern versorgt werden. Eltern haben die Möglichkeit, auf bequemen Liegen im selben Zimmer zu übernachten. In der Neonatologie können bis zu 15 Früh- und Neugeborene aufgenommen werden, hiervon sechs in intensivmedizinischen Überwachungszimmern, die ein optimiertes Raumkonzept zur Überwachung und Versorgung auch schwerkranker Babys und Kinder erlauben. Für bereits aus der Frauenklinik entlassene Mütter steht ein Elternzimmer auf derselben Etage zur Verfügung. Alle Bettplätze in der Allgemeinpädiatrie und Neonatologie erlauben die Überwachung der kleinen Patienten über eine zentrale Monitoranlage, um größtmögliche Sicherheit während des stationären Aufenthaltes zu garantieren.
Im Notfallambulanzbereich sorgen drei Behandlungszimmer und ein modern gestalteter Wartebereich für eine effektive Versorgung von Notfällen bei Kindern und Jugendlichen für den Fall, dass niedergelassene Kinderärzte oder der ärztliche Bereitschaftsdienst der kassenärztlichen Vereinigung nicht verfügbar sind. Versorgungs- und Lagerräume sowie zentrale Pflegestützpunkte und Dienstarztzimmer in kurzer Distanz zum stationären Bereich ergänzen die Patientenbereiche und erlauben eine effektive Versorgung von Kindern aller Altersklassen auf höchstem medizinischen und hygienischen Niveau.
Perspektivisch erlauben die neuen Flächen eine Erweiterung des intensivmedizinischen Angebotes im Bereich der Pädiatrie, so dass gegebenenfalls eine Verlegung von schwerkranken pädiatrischen Patienten in andere Kinderkliniken weniger häufig notwendig sein wird. Darüber hinaus ist die Ansiedlung weiterer Fachgebiete innerhalb der Kinderheilkunde neben der Kinderkardiologie, Neonatologie und Hemostaseologie räumlich möglich.
Nach Aussage von Dr. Doris Fischer und Prof. Veldman freut sich das gesamte Team der Klinik nicht nur über den gelungenen Umzug, sondern vor allem über den mutigen Schritt des Verwaltungsrates des St. Vincenz, in einen so nachhaltigen Ausbau der pädiatrischen Versorgung für die Region zu investieren: "In einer Zeit, in der andernorts Kinderkliniken zugunsten von profitableren Bereichen im Sinne einer gewinnmaximierten Medizin geschlossen werden, lebt das St. Vincenz- Krankenhaus der Motto seiner Klinik für Kinder und Jugendmedizin: “Es ist einfacher, in die Gesundheit von Kindern zu investieren, als später deren Erkrankungen als Erwachsene zu behandeln.”
Seit ihrer Eröffnung im Juli 2017 wird die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin sehr gut angenommen und bietet ein bedarfsorientiertes Behandlungsspektrum für die Kinder und Jugendlichen der Region. Das derzeitige Versorgungskonzept ruht auf drei Säulen:

  • der Allgemeinpädiatrie (allgemeine Kinderheilkunde) mit jährlich ca. 1350 stationären Behandlungen
  • dem Neonatologischen Schwerpunkt mit ca. 200 stationären Behandlungen von Früh- und Neugeborenen im Jahr sowie den Vorsorgeuntersuchungen bei jährlich ca. 1600 gesunden Neugeborenen auf der Wochenbettstation (Neonatologie bedeutet  Neugeborenenmedizin und Neugeborenenvorsorge)
  • der Notaufnahme mit ca. 4000 ambulanten Patientenkontakten per annum.

Weiterhin werden eine kinderkardiologische und eine hämostaseologische Ermächtigungsambulanz mit großem Zulauf betrieben. Die Klinik für Kinder und Jugendmedizin am St. Vincenz-Krankenhaus Limburg verfügt in der Neonatologie über die Möglichkeit der non-invasiven CPAP Beatmung und in der Neonatologie und der Allgemeinpädiatrie zurzeit über insgesamt zwölf Überwachungsbetten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur High-Flow-Therapie in allen Altersstufen.