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„Starker Start für kleine Helden“ – Weltfrühgeborenentag will auf die Situation der Frühgeborenen aufmerksam machen

Deutschlandweit werden jährlich ca. 60.000 Kinder vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche (SSW) geboren. Folglich ist jedes zehnte Neugeborene ein sogenanntes „Frühchen“ - demnach die größte Kinderpatientengruppe der Bundesrepublik. Um ihre Situation mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken, wird am 17. November weltweit der sog. Weltfrühgeborenentag begangen, auch Preemie-Day genannt. Auch das Team der Kinderklinik des Limburger St. Vincenz-Krankenhauses ist in diesem Jahr dabei: „Die Probleme und Risiken für die weitere Entwicklung dieser Kinder werden nicht adäquat wahrgenommen – auch deshalb beteiligen wir uns am Weltfrühgeborenentag, um auf die Belange von Frühgeborenen und ihren Familien aufmerksam zu machen“, so Chefarzt Dr.* József Korcsik.

Lila ist die Farbe der Frühgeborenen – daher trägt das Team der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin heute eigens lila Kasaks. Im Bild mit dem neuen Chefarzt Dr. József Korcsik (vierter von rechts).

„Starker Start für kleine Helden“ – dieses Motto steht im Kontext des Weltfrühgeborenentages für das Engagement der Berufsgruppe, die besonders eng mit den betroffenen Familien zusammenarbeitet: das medizinische und pflegerische Fachpersonal der neonatologischen Intensivstationen. Mit großem Mitgefühl und Engagement unterstützen sie betroffene Familien tagtäglich und erleben die Achterbahnfahrten einer Frühchen-Reise hautnah mit. Seit einem halben Jahr gibt es auch am St. Vincenz eine solche intensivmedizinische Einheit mit sechs Intensivplätzen - Frühgeborene ab der 32. Schwangerschaftswoche und einem Geburtsgewicht von über 1500 Gramm können in Limburg invasiv behandelt werden. Doch auch für die allgemeinpädiatrischen Patient:innen wertet  Chefarzt Dr.* József Korcsik die Intensivstation der Kinderklinik als großen Benefit für die kleinen Patient:innen der Region: Denn während Kinder, die intensivmedizinisch überwacht werden bzw. eine invasive Beatmung benötigen früher verlegt werden mussten, können diese nun in vielen Fällen auf dem Schafsberg  behandelt werden.

Die meisten Frühgeborenen kommen als sogenannte „späte“ Frühgeborene vermeintlich „nur“ wenige Wochen vor dem errechneten Termin zu Welt. Dennoch haben auch sie im Vergleich zu reif geborenen Kindern vermehrt mit Anpassungsproblemen und erhöhter Infektanfälligkeit zu kämpfen. Sehr kleine Frühgeborene mit einem zu erwartenden Geburtsgewicht von bis zu 1.500 Gramm müssen in besonders spezialisierten Behandlungszentren, den sogenannten Perinatalzentren, versorgt werden.

Wenn man es genau nimmt, ist am St. Vincenz jeden Tag Preemie-Day. Denn dieser Name ist auch in anderem Kontext am St. Vincenz präsent: Einer der orangefarbenen Diskusfische im Aquarium der Kinderklinik wurde Preemie genannt und ist damit gleichzeitig Namensgeber für ein Projekt der Stiftung St. Vincenz Hospital, die das Aquarium der Kinderklinik gestiftet und auch die Unterhaltung übernommen hat. Mit einer  monatlichen oder jährlichen Patenschaft kann jeder helfen, dem Vincenz-Preemie und seinen Freunden Futter und Pflege mit zu finanzieren.

* Der Weltfrühgeborenentag hat die EFCNI, die European Foundation for the Care of Newborn Infants, gemeinsam mit verschiedenen Elterngruppen im Jahr 2008 ins Leben gerufen.

* dr. med./SZTE