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„Lichtblicke“ aus 25 Jahren Humorvisiten: Kunst im Krankenhaus zeigt Fotoausstellung der Clowndoktoren

Seit Mitte Januar sorgen die Clowndoktoren nicht nur für einen Farbtupfer in der Kinderklinik des St. Vincenz-Krankenhauses, sondern machen auch das Foyer zu einem farbenfrohen Ort, der emotionale, lustige aber auch nachdenkliche Einblicke in ihre Arbeit gibt. Die Wanderausstellung „Lichtblicke“ zeigt Impressionen aus 25 Jahren Humorvisiten des Wiesbadener Vereins „Die Clowndoktoren e. V.“ in Kinderkliniken und Pflegeeinrichtungen des Rhein-Main Gebiets.

Herr Dr. Doktor (Dietmar Bertram), Frau Dr. Pille Palle (Gianna Matysek) und Photograph Mario Diener haben mit vereinten Kräften die Bilder im Foyer des Krankenhauses aufgehängt.

Dietmar Bertram ist nicht nur als Dr. Doktor unterwegs, sondern zeichnet auch farbenfrohe Cartoons.

Mario Diener, Photograph und Kurator der Ausstellung, hatte mit großem Engagement und Liebe zum Detail Bilder aus den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten Clownvisiten zusammengetragen und ausgesucht. Selbstverständlich bereicherte der passionierte Photograph, der ehrenamtlich für die Clowndoktoren tätig ist, die Ausstellung auch mit eigenen Werken. Und so zeigen nun über 20 großformatige Fotografien im Eingangsbereich des Krankenhauses auf natürliche und unverfälschte Art den Klinikalltag der Ärzte mit den bunten Kitteln. Dabei werden neben den schrillen und urkomischen Begegnungen mit den Clowns auch die nachdenklichen und einfühlsamen Momente gezeigt, die Patienten mit den feinfühligen Therapeuten erleben.

Dass die Clowns nicht nur talentierte Ärzte sind, sondern auch mit Stift und Papier kleine Meisterwerke vollbringen können, beweist Herr Dr. Doktor (Dietmar Bertram). Bertram hat während seiner knapp 20-jährigen Tätigkeit als Clowndoktor viele Eindrücke aus den verschiedenen Kliniken und Pflegeeinrichtungen in Form von Cartoons festgehalten. „Die Clownvisiten bringen mich immer wieder auf neue Ideen für meine Cartoons. Viele Situationen, die ich zeichne, haben wir auch wirklich so auf den verschiedenen Stationen erlebt“, berichtet der kunstbegeisterte Clowndoktor. Da gibt es zum Beispiel die Geschichte über das Mädchen, dessen Blut bei der Blutabnahme einfach nicht fließen wollte. Kaum halfen die Therapeuten mit den roten Nasen ein wenig mit Musik im Stil einer traditionellen Schlangenbeschwörung nach, begann das Blut zu fließen. Oder die Geschichte über den kleinen Jungen, der eigentlich vollkommen genesen das Krankenhaus längst wieder verlassen durfte. Das wollte er aber unter keinen Umständen tun, bevor er nicht noch einmal von den Clowndoktoren untersucht worden ist.

Diese und weitere Eindrücke aus den Clowninterventionen können im Rahmen der Ausstellung „Lichtblicke“ noch bis zum 14. März 2020 rund um die Uhr im Foyer des St. Vincenz-Krankenhauses erlebt werden. Wer die Clowndoktoren persönlich treffen möchte, hat dazu mittwochs gegen 15.30 Uhr die Gelegenheit, wenn die Clowns ihre Visite mit einem Rundgang durch das Foyer beenden.