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Kommunikation ist das A und O - Nicole Tetschlag ist die neue Bettenmanagerin des St. Vincenz

Sie hat nur kurz die Seiten gewechselt, wenige Meter nur, von der Pathologie herüber ins St. Vincenz-Krankenhaus. Und doch lebt und arbeitet sie nun in einer ganz neuen Welt: Nicole Tetschlag ist seit einigen Wochen Bettenmanagerin am St. Vincenz-Krankenhaus. Ein Amt, um das sie nicht Jeder beneidet– schließlich sind Krankenhausbetten ebenso hochbegehrt, wie rar. Doch viele Stimmen meinen: Wenn einer diesen Balanceakt schafft, Betten bedarfsgerecht zu verteilen, im Eifer des Gefechts immer noch souverän die Übersicht zu behalten, dann ist es Nicole Tetschlag. Warum? Vielleicht aufgrund der beherzten Berliner Schnauze, die man selten, doch manchmal heraushören kann, ihres freundlich-dynamischen Auftretens, ihres Temperaments oder der Courage, die sie unaufdringlich, aber eindeutig ausstrahlt.

Bettenmanagerin Nicole Tetschlag.

„Spannend und aufregend“ findet die Biologie-Laborantin ihr neues Arbeitsumfeld, das sie nach vier Jahren Tätigkeit in dem der Klinik angegliederten Pathologischen Institut sehr bewusst gewählt hat: „Ich wollte meinen beruflichen Lebensweg um eine weitere Facette bereichern, mich einfach verändern“, sagt die 45jährige. Wie man von Berlin in den Landkreis Limburg-Weilburg kommt? Auf der Suche nach einer erfüllenden beruflichen Perspektive hat Nicole Tetschlag an der Universität  Gießen einige Semester Medizin studiert – bis zum Physikum, danach schwenkte sie um in Richtung Pathologie. Und wie so oft waren es private Gründe, die sie an die Lahn und nicht wieder zurück an die Spree führten.

Im St. Vincenz fungiert sie nun als wichtige Schaltstelle des klinischen Alltags: „Meine Hauptaufgabe ist es, die Zentrale Notaufnahme zu entlasten.“ Den Patienten, die dort aufgenommen werden, organisiert Nicole Tetschlag ein Bett, sprich: ein Patientenzimmer: „Im besten Fall habe ich in der richtigen Abteilung eines, meistens habe ich keins“, schmunzelt Nicole Tetschlag. Um ihr den Einstieg in das komplexe System des Bettenmanagements zu vereinfachen, trat  zu ihrem Dienstantritt eine überarbeitete  Verfahrensanweisung in Kraft: Link. Darüber hinaus ist Nicole Tetschlag auch für interne Verlegungen zuständig, beispielsweise von den Intensiv- oder Isolierstationen zurück auf die Normalstation.

Gutes Organisationstalent ist also gefragt, sicher auch Qualitäten als Mediatorin und ein gehöriges Maß Diplomatie. Eine weitere wichtige Voraussetzung für ihren neuen Berufsalltag: „Ich muss gut bei Stimme sein“, sagt Tetschlag augenzwinkernd. Denn Kommunikation ist das A und O, um die Herausforderung des Bettenmanagements zu bewältigen. Schließlich ist Nicole Tetschlag Ansprechpartner für die Ärzte aller Fachabteilungen und steht gleichzeitig in engem Kontakt mit den Ansprechpartnern auf den Stationen.

Basis und wichtiges Fundament für diese große Aufgabe sind ohne Zweifel Entschlossenheit, ganz sicher auch  eine gute Dosis Optimismus. Von beidem hat Nicole Tetschlag einiges gespeichert. Was sie in ihrem Engagement bestärkt: „Mir kommt ganz viel Hilfsbereitschaft entgegen!“ Und bis jetzt hat sie ihren „Seitenwechsel“ nicht bereut, im Gegenteil: „Früher lief jeder Tag relativ gleich ab, man wusste, was zu tun ist, jeder Handgriff saß. Heute gibt es jeden Tag eine Überraschung“, freut sich die Bettenmanagerin.

Im täglichen Verteilungsprocedere der Betten ist ihr vor allem das Miteinander wichtig: „Ganz gleich ob Pflegekraft oder Mediziner: Wir haben unseren Beruf doch alle aus einer gewissen Überzeugung, einem Auftrag heraus gewählt. Daran sollten wir uns alle immer erinnern, ganz gleich wie heftig wir diskutieren.“ Nur bei einem kennt Nicole Tetschlag keinen Kompromiß: Um 15 Uhr muss sie los, denn dann will der siebenjährige Fabian von der Theodor-Heuss-Schule abgeholt werden – passgenau wenn möglich. Und Diplomatie hin, Berliner Schnauze her - bei schlechtem Zeit-Management hätte „Mutter Courage“ hier ganz schlechte Karten….