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„Hochleistungsmedizin lebt vom interdisziplinären Dialog“: Claudia Suchatzki ist neue ärztliche Leiterin des Zentrallabors

Das St. Vincenz kennt sie bereits aus ihrer Funktion als Leiterin der Immunhämatologie und Transfusionsverantwortliche, die bereits ein Jahr innehat, seit 1. August ist sie offiziell als Leiterin des Zentrallabors im Amt: Claudia Suchatzki heißt die neue Chefin der Abteilung für Laboratoriumsmedizin des St. Vincenz-Krankenhauses Limburg. Die Fachärztin für Labormedizin und Bluttransfusionswesen war bis dato als Oberärztin im Labor des DRK-Krankenhauses in Neuwied tätig. Darüber hinaus verfügt sie über die curriculäre Weiterbildung zur Krankenhaushygienikerin. Was sie an der Position in Limburg besonders gereizt hat? „Dass dieses Haus ein eigenes, unabhängiges Zentrallabor mit den Abteilungen Mikrobiologie, klinische Chemie und Transfusionsmedizin betreibt – allein diese Tatsache sagt viel über den Standort und seine Kompetenzen aus!“ Während andernorts Labore zunehmend outgesourct würden, werde dieses Know How in Limburg bewusst ans Haus gebunden – eine absolut wichtige und richtige Entscheidung“, bekräftigt Suchatzki. Darüber hinaus finde sie hier einen sehr qualifizierten und motivierten Mitarbeiterstamm vor – ein weiterer großer Pluspunkt für das St. Vincenz!

Die neue ärztliche Leiterin des Zentrallabors, Claudia Suchatzki, gemeinsam mit Geschäftsführer Guido Wernert beim Besuch in der Zentralen Notaufnahme. Auch hier profitiert das Team von schneller, in weiten Bereichen hochtechnisierter Labormedizin. Die Ergebnisse sind zeitnah im digitalen Krankenhausinformationssystem sichtbar. Rund zwei Millionen Analysen pro Jahr, darüber hinaus 12.000 Blutgruppen- und Antikörperdifferenzierungen werden in der klinischen Chemie des Zentrallabors St. Vincenz bestimmt.

Labormedizin ist nicht nur High Tech: Claudia Suchatzki freut sich über den „sehr qualifizierten und hoch motivierten Mitarbeiterstamm“, den sie hier am St. Vincenz vorgefunden hat. Das Fachwissen und die Erfahrung der Medizinisch-Technischen Assistentinnen (MTLA`s) ist bei der Arbeit im Zentrallabor unverzichtbar. So werden beispielsweise immunhämatologische Befunde nur im Vier-Augen-Prinzip kontrolliert und freigegeben.

Was Claudia Suchatzki ganz persönlich an ihrer Fachrichtung und ihrem Berufsbild fasziniert ist der fachübergreifende Austausch: „Hier wird Hochleistungsmedizin betrieben und die lebt vom interdisziplinären Dialog! Es ist einfach spannend, in den verschiedensten Bereichen beratend zur Seite stehen zu können,“ so die passionierte Labormedizinerin. „Und es ist immer wieder eine schöne Herausforderung, mit unseren Ergebnissen die therapeutischen Entscheidungen optimieren und validieren zu können oder auch in der präklinischen Analytik eingebunden zu sein.“ 
Rund zwei Millionen Analysen pro Jahr werden in der klinischen Chemie des Zentrallabors St. Vincenz bestimmt, darüber hinaus 12.000 Blutgruppen- und Antikörperdifferenzierungen  – und dies in sehr kurzem Turnaround, wie die neue Laborchefin betont. Die Fachabteilungen profitieren von schnellen,in weiten Bereichen hochtechnisierter Labormedizin, die Ergebnisse sind zeitnah im digitalen Krankenhausinformationssystem sichtbar. Dennoch ist es Claudia Suchatzki wichtig, dass das Labor nicht auf eine Funktion als Lieferant von Zahlen oder als Werte-Fabrik gesehen wird: „Darauf will ich unsere Arbeit nicht reduzieren lassen. Wir wollen einen Mehrwert für die Patienten generieren, die Untersuchungen und Analysen vorhalten, die für den Patienten und seine Therapien wichtig sind.“ ein diagnostisches Spektrum, das sie in enger Absprache mit den Ärzten permanent den Bedürfnissen der Patienten anpassen will. 

Dabei baut das Labor am St. Vincenz nicht allein auf seine High-Tech-Geräte: „Auch Geräte haben ihre Schwächen“, sagt Claudia Suchatzki, und setzt auf ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem , das von ihren Vorgängerinnen aufgebaut und kontinuierlich weiter entwickelt wurde: Das reicht von der Pränalytik über die Erhebung der Parameter ,die Plausibilitätsprüfung bis zum ärztlichen Befund. Dabei ist das Fachwissen und die Erfahrung der Medizinisch-Technischen Assistentinnen (MTLA`s) unverzichtbar. So werden immunhämatologische Befunde nur  im Vier-Augen-Prinzip kontrolliert und freigegeben. „Wir arbeiten in einem Bereich, der zwar hoch automatisiert ist, aber in dem, Wissen und Erfahrung und stetige Fortbildung mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Vom Labor 4.0 sind wir noch weit entfernt.“

Ein weiterer großer Gewinn für das Krankenhaus sei, dass auf dem Schafsberg eine eigene Mikrobiologie* etabliert sei (* Diagnostik von Krankenhaus-Erregern aller Art, Überprüfung der bakteriellen und mykologischen Kontamination). Gerade in Zeiten zunehmender Antibiotika-Resistenzen sei das Screening auf multiresistente Erreger, ein Standard am St. Vincenz, enorm wichtig für die Patientensicherheit und den Schutz der Mitpatienten. „Der bakterielle Nachweis“, so Claudia Suchatzki, „ist dabei nach wie vor der Goldstandard!“ Und auch wenn sie den Begriff nicht gern verwendet: Im Bezug auf die berüchtigten „Krankenhauskeime“ sieht die Laborchefin das St. Vincenz auf der sicheren Seite – immer in der Hoffnung darauf, die Menschen verstünden eines Tages, dass es ein Glück ist, wenn solche Keime im Krankenhaus entdeckt werden - auch wenn daraus eine völlig falsche Begrifflichkeit entstanden ist. Denn der Keim wird in den allermeisten Fällen nicht im Krankenhaus erworben, sondern dort erst aufgespürt.

Das Resümee der neuen Laborchefin nach den ersten Wochen St. Vincenz: „In dem vielfältigen Umfeld eines Schwerpunktkrankenhauses Bindeglied zwischen den medizinischen Fachdisziplinen zu sein, und das noch mit einem Hang zur Analytik und einer gehörigen Portion Organisationsfreude ausgestattet – beruflich kann ich mir da kaum etwas Schöneres vorstellen und ich freue mich auf die Zusammenarbeit!“