Seitliche Unternavigation

Zusatzinformationen im Sidebar

Chefarzt: PD Dr. Udo A. Heuschen

Sekretariat:
Nadine Lotz (1. OG, Zimmer 135.1)
Telefon: 06432.506.14 09
Telefax: 06432.506.14 80  
E-Mail: n.lotz(at)st-vincenz(dot)de

Hauptinhalt

  • Der Mensch im Mittelpunkt – Ihre Gesundheit unser Ziel
    Der Mensch im Mittelpunkt – Ihre Gesundheit unser Ziel
  • Der Mensch im Mittelpunkt – Ihre Gesundheit unser Ziel
    Der Mensch im Mittelpunkt – Ihre Gesundheit unser Ziel
  • Der Mensch im Mittelpunkt – Ihre Gesundheit unser Ziel
    Der Mensch im Mittelpunkt – Ihre Gesundheit unser Ziel
  • Der Mensch im Mittelpunkt – Ihre Gesundheit unser Ziel
    Der Mensch im Mittelpunkt – Ihre Gesundheit unser Ziel

Zentrum Allgemein- und Viszeralchirurgie

Unsere Abteilung bietet ein großes Spektrum chirurgischer Eingriffe an. Ein Schwerpunkt liegt in der Viszeralchirurgie, welche  die operative Behandlung der Bauchorgane umfasst (gesamter Verdauungstrakt, Leber mit Gallenblase und Gallenwegen, Bauchspeicheldrüse und Milz). Im erweiterten Sinne gehören auch die Schilddrüse, Nebenschilddrüsen und die Nebennieren sowie die Chirurgie der Weichteilbrüche dazu. Die „Schlüsselloch-Chirurgie“ ist ein Schwerpunkt in diesem Kontext. Hauptmerkmal der Schlüsselloch-Chirurgie ist, dass die Operation über mehrere, nur zwei bis zwölf Millimeter messende Öffnungen in der Bauchdecke durchgeführt wird. Die Sicht auf das Operationsfeld wird über eine hochauflösende Kamera mit Hilfe eines Bildschirmes gewährleistet.

Krankheitsbilder & Therapien

Gutartige Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes

Gallensteine
Das Gallensteinleiden ist eine häufig auftretende Erkrankung. Die Patienten leiden oft an wiederkehrenden schmerzhaften Koliken und es können akute Entzündungen der Gallenblase auftreten. In den meisten Fällen wird die Gallenblase mitsamt der Steine durch eine minimal-invasive Operation (Schlüsselloch-Technik) entfernt.

Reflux (Sodbrennen)
Der krankhafte Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre führt dort zu einer schmerzhaften Entzündung. Nach entsprechender Diagnostik und Versagen der konservativen Therapie mit Medikamenten kann die sogenannte Refluxerkrankung durch einen laparoskopischen Eingriff behoben werden.

Appendicitis
Hierbei handelt es sich um die Entzündung des wurmartigen Fortsatzes (Appendix vermiformis) des Blinddarmes. Ist die Diagnose einer „akuten Appendicitis“ oder volkstümlich „Blinddarmentzündung“ durch die klinische, laborchemische und sonographische Untersuchung gesichert, erfolgt die Entfernung des Wurmfortsatzes in der Regel minimal-invasiv.
 
Divertikulitis
Divertikel sind Aussackungen von Teilen der Dickdarmwand, seltener auch von der Speiseröhren- oder Dünndarmwand. Im Bereich des Dickdarmes finden sie sich meist im unteren Teil des Dickdarmes (Colon sigmoideum), bevor dieser in den Enddarm übergeht. Medizinische Probleme können diese Divertikel bereiten, wenn sie sich entzünden oder wenn sie akut bluten. Es kommt zu schmerzhaften Beschwerden im linken Unterbauch. Nach einer abgelaufenen Entzündung kann sich das betroffene Dickdarmsegment narbig verengen und Probleme bei der Stuhlentleerung sowie Schmerzen bereiten. Durch weiterführende Untersuchungen wird die Diagnose gesichert und die erforderliche Therapie festgelegt. In vielen Fällen lässt sich die Entzündung durch eine Antibiotikagabe behandeln. Ist eine Operation erforderlich, wird das betroffene Dickdarmsegment laparoskopisch (minimal-invasiv) entfernt.

Bauchwandbrüche (z.B. Leistenbruch, Schenkelbruch, Nabelbruch, Narbenbruch)

Sogenannte Weichteilbrüche (Hernien) entstehen an natürlich vorhandenen „Öffnungen“ der Bauchdecke wie dem Nabel, der Leiste oder der Schenkelpforte. Wenn ein Bruch nach einer Operation auftritt, spricht man von einem Narbenbruch. Solche Weichteilbrüche und Narbenbrüche verheilen nicht von selbst. Sie bereiten Beschwerden und können durch eine Einklemmung z.B. von Darmanteilen auch zu ernsthaften Komplikationen führen.

Brüche werden offen oder auch in minimal-invasiver Technik versorgt. Zur Verstärkung des körpereigenen Gewebes kommen häufig Kunststoffnetze zum Einsatz. Hierdurch kann in den meisten Fällen das Wiederkehren des Bruches verhindert werden.

Erkrankungen des Enddarmes und des After

Hämorrhoiden sind Gefäßpolster, die unter der Schleimhaut des Enddarms angelegt sind und die der Feinkontinenz dienen. Krankheitswert haben diese erst, wenn sie sich krankhaft vergrößern, vorfallen und dadurch Symptome wie Juckreiz, Blutungen, anales Nässen oder Stuhlschmieren hervorrufen. Im fortgeschrittenen Stadium werden diese herkömmlich chirurgisch entfernt oder mittels einer Klammernaht-Technik nach LONGO behandelt.

Perianalvenenthrombosen sind schmerzhafte Schwellungen, die durch ein Blutgerinnsel in den oberflächlichen Gefäßen am Analrand verursacht werden. Falls sich die Beschwerden nicht lösen, führt die chirurgische Entfernung des Blutgerinnsels zu einer raschen Beschwerdefreiheit.

Die Analfissur ist ein schmerzhafter Einriss in der Schleimhaut des Analkanals, die mit heller Blutauflagerung einhergeht und meist durch harten Stuhl verursacht wird. Die chirurgische Therapie ist erst im chronischen Stadium notwendig und wird mittels eines schonenden Eingriffes an der Wunde (Fissurektomie) behandelt.

Periananlabszesse und Analfistel
Der Abszess ist die akute und die Analfistel meist die chronische Form der Entzündungen im Afterbereich. Der Ursprungsort ist eine Entzündung der Proktodealdrüsen am Übergang vom Enddarm zum Analkanal. Die Therapie ist hauptsächlich chirurgisch, indem die Abszesse eröffnet werden, die Fistel drainiert und meist zu einem späteren Zeitpunkt entfernt wird.

Sinus pilonidalis („Steißbeinfistel“) ist ein häufiges Krankheitsbild (in Deutschland: ca. 800.000 Menschen), das insbesondere junge Männer betrifft und mit einer teilweise eiternden Wunde am Beginn der Gesäßfurche einhergeht. Zu den häufig genannten Ursachen gehört  das Einwachsen von Haaren in die Haut. Die Therapie ist chirurgisch, in dem die Wunde ausgeschnitten wird, wobei die Wundbehandlung entweder offen erfolgt oder die Wunde durch plastische Rekonstruktion verschlossen wird.

Stuhlinkontinenz ist die Unfähigkeit, seinen Stuhlabgang oder Winde willkürlich zu halten. Die Ursachen sind vielfältig und die Inkontinenz wird je nach Ausprägung und Empfinden des Patienten in verschiedene Schweregrade eingeteilt. Dementsprechend reicht das Therapiespektrum von der stuhlregulierenden Therapie, der Beckenbodengymnastik und Biofeedback-Training über die chirurgische Rekonstruktion des Schließmuskels bis zur Implantation eines „Schrittmachers“ für den Schließmuskel (SNM= sacrale Nervenmodulation) und der begleitenden psychosomatischen Behandlung.

Beckenbodeninsuffizienz ist ein Sammelbegriff unterschiedlicher morphologischer und funktioneller Veränderungen am Beckenboden und am Enddarm mit charakteristischen Beschwerden, die in einer Häufigkeit von 30 Prozent in der proktologischen Ambulanz vorkommen. Hauptbeschwerden sind: Stuhlentleerungsstörungen, Schließmuskelschwäche und Schmerzen am Beckenboden. Die Ursachen können sein: Rektozele (Ausstülpung des Enddarms vor den Schließmuskel), Schleimhaut- und Mastdarmprolaps, Unterleibsenkung, Blasensenkung. Entsprechend der mannigfaltigen Ursachen benötigt die Erkrankung eine ausführliche Diagnostik und eine Vielfalt an Therapieoptionen, welche konservativ, chirurgisch oder psychosomatisch sein können.

Endokrine Erkrankungen

Operationen an hormonbildenden Drüsen werden als „endokrine Chirurgie" zusammengefasst. Endokrine Drüsen sind die Schilddrüse und die Nebenschilddrüsen, die Nebennieren und die Bauchspeicheldrüse. Bei Operationen wegen Fehlfunktion oder bei Tumoren können diese Drüsen teilweise oder vollständig entfernt werden.

Sehr häufig sind Eingriffe an der Schilddrüse. Besonders Überfunktionen oder Knotenbildungen werden durch Operation behoben. Ebenso müssen die Nebenschilddrüsen bei einer Überfunktion entfernt werden, wobei meistens nur eines der Nebenschilddrüsenkörperchen für die Überfunktion verantwortlich ist. Bei Operationen an der Schilddrüse und den Nebenschilddrüsen ist wegen der wichtigen Stimmbandnerven in der Nähe eine besonders subtile Operationstechnik erforderlich. Die Nerven werden unter Lupenbrille aufgesucht und mit einer Stimulationssonde identifiziert (Neuromonitoring). Durch das Verwenden von Ultraschallskalpellen und durch die Hochfrequenzversiegelung von Blutgefäßen ist ein gewebeschonendes Vorgehen gesichert und die Gefahr der Nachblutung minimiert.
Seltener sind endokrine Tumore an anderen Organen wie z.B. der Nebennieren oder der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Sie erfordern dann eine intensive Planung und Vorbereitung, da es sich meist um größere Eingriffe handelt. Auch in der endokrinen Chirurgie verfolgen wir, wenn sinnvoll, die Prinzipien der minimal invasiven Chirurgie.

Onkologische Erkrankungen

Bei der operativen Behandlung von bösartigen Geschwülsten arbeiten wir eng mit Onkologen und Strahlentherapeuten zusammen. Ziel der onkologischen Chirurgie ist es den bösartigen Tumor komplett mit dem zugehörigen Lymphabflussgebiet zu entfernen (kurativer Ansatz) oder, falls dies nicht mehr möglich ist, den Tumor soweit wie möglich zu reduzieren, um die Bedingungen für eine chemotherapeutische und/oder Strahlentherapie zu verbessern und somit die Heilungschancen zu erhöhen. Durch die Verwendung moderner Ultraschall- und Hochfrequenztechnologie kann gewebeschonend und funktionserhaltend operiert werden.

Wir führen Operationen bei folgenden bösartigen Erkrankungen durch:

  • Magenkarzinom
  • Dünndarmkarzinom
  • Dickdarm- und Enddarmkarzinom
  • Analkarzinom

Weichteilgeschwülste

Atherome (sogenannte „Grützbeutel“), Lipome („Fettknoten“ gutartige Neubildung des Fettgewebes) lassen sich in der Regel ambulant und oft in örtlicher Betäubung entfernen. Wenn Lymphknoten krankhaft anschwellen und sich vergrößern, kann eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems (Leukämie, Lymphom) ursächlich sein. In diesen Fällen ist die Entnahme einzelner Lymphknoten erforderlich, um eine feingewebliche Diagnose stellen zu können und um dann eine spezifische Therapie einleiten zu können.