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Hygienefachkraft  

Beatrix Jakobus
Telefon: 06432.506.6016
Fax: 06432.506.2085
E-Mail: hygiene(at)st-vincenz(dot)de

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Hygiene

Ihre Gesundheit ist uns wichtig! Deshalb machen wir bei jedem Patienten, der zur stationären Aufnahme kommt, einen MRSA-Abstrich (ausführliche Informationen zu multiresistenten Keimen finden Sie im Download-Bereich dieser Seite). Regelmäßig nehmen wir an der bundesweiten Aktion „Saubere Hände“ teil.
Das MRE-Zertifikat für den Landkreis Rhein-Lahn wurde uns im November 2016 überreicht.

Weitere Maßnahmen zur Prävention und Senkung von Krankenhausinfektionen in unserem Hause sind:

  • Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes
  • Erarbeiten und Umsetzen von Richtlinien und Handlungsempfehlungen in den Hygiene- und Desinfektionsplänen
  • Fortbildung und Beratung des Krankenhauspersonals
  • fortlaufende Kontrolle wichtiger Arbeits- und Funktionsabläufe und Durchführung von mikrobiologischen Umgebungsuntersuchungen
  • Aufzeichnung und Bewertung nosokomialer Infektionen
  • konstruktive Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden und Aufklärung von Infektionszwischenfällen

Die Gesamtverantwortung für die Hygiene obliegt der Ärztlichen Leitung. Beratend steht uns ein Krankenhaushygieniker zur Seite. Als Kontrollinstrument für den gesamten hygienischen Ablauf ist eine Hygienekommission etabliert. In regelmäßigen Sitzungen werden hier hygienische Probleme des Krankenhauses diskutiert und entsprechende Hygienemaßnahmen festgelegt. Unsere hygienebeauftragten Ärzte und hygienebeauftragten Pflegekräfte sind für die Verhütung und Bekämpfung von Krankenhausinfektionen in Zusammenarbeit mit der Hygienefachkraft verantwortlich. Die Hygienefachkraft hat eine beratende Funktion und ist erste Ansprechpartnerin für die Krankenhaushygiene vor Ort.

Allgemeine Informationen zur Krankenhaushygiene - konkrete Maßnahmen

Vor dem Hintergrund weltweit steigender Infektionsraten bei gleichzeitiger Zunahme der Resistenzen gegen Antibiotika und fehlender Entwicklung von neuen Antibiotika ist es besonders wichtig, unsere Patienten und unsere Mitarbeiter effektiv vor einer Infektion zu schützen und das Risiko einer Infektion zu minimieren.

Die Krankenhaus-Hygiene hat zum Ziel, Patienten mit einer Besiedelung frühzeitig zu detektieren, um sie im Umfeld der Klinik unter strengen Hygienemaßnahmen zu isolieren und nach Möglichkeit auch zu sanieren. Hierdurch kann effektiv eine Übertragung auf andere Mitpatienten und das Personal vermieden werden.

Um dies zu erreichen führt die Krankenhaushygiene eine Reihe von Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der Krankenversorgung durch. So werden beispielsweise krankenhaushygienische Begehungen und Beratungen auf der Grundlage der KRINKO (Kommission für Krankenhaus-Hygiene und Infektionsprävention, angesiedelt beim Robert Koch-Institut in Berlin) durchgeführt. Diese Maßnahmen ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung der Einhaltung der Hygienestandards in allen Abteilungen des gesamten Krankenhauses. Im Falle von Abweichungen werden geeignete Maßnahmen ergriffen, um mögliche Defizite zeitnah auszugleichen. Hierzu erfolgen Berufsgruppen übergreifende, zielgerichtete Schulungen und Besprechungen mit den Mitarbeitern.

In regelmäßigen Sitzungen der Hygienekommission werden hygienische Probleme des Krankenhauses diskutiert und entsprechende Hygienemaßnahmen festgelegt.

Unsere hygienebeauftragten Ärzte sind für die Verhütung und Bekämpfung von Krankenhausinfektionen  in Zusammenarbeit mit der Hygienefachkraft verantwortlich.

Die Hygienefachkraft hat eine beratende Funktion und ist erste Ansprechpartnerin für die Krankenhaushygiene.

Des Weiteren sind für die Umsetzung in den Bereichen hygienebeauftragte Pflegekräfte etabliert.

Aufgabe der Krankenhaushygiene ist es, durch

  • Einhaltung des Infektionsschutzgesetz
  • Erarbeiten und Umsetzung von Richtlinien und Handlungsempfehlungen in den Hygiene- und Desinfektionsplänen
  • Fortbildung und Beratung des Krankenhauspersonals
  • fortlaufende Kontrolle wichtiger Arbeits- und Funktionsabläufe und Durchführung von mikrobiologischen Umgebungsuntersuchungen
  • Aufzeichnung und Bewertung nosokomialer Infektionen
  • Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden und Aufklärung von Infektionszwischenfällen

zur Prävention und Senkung der Krankenhausinfektionen beizutragen.

Systematisches Eingangs-Screening

Ziel der Krankenhaushygiene ist es, eine Keimbesiedelung mit problematischen, multiresistenten Keimen zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu erkennen. Nur so können sofortige gezielte Schutzvorkehrungen im Krankenhaus getroffen werden und eine unbemerkte Weitergabe des problematischen Erregers vermieden werden.

In Diez wird bei jedem Patienten, der zur stationären Aufnahme kommt, als Vorsorgemaßnahme und wichtigen Beitrag zur Patientensicherheit ein MRSA-Abstrich durchgeführt,

Patienten, welche zum Zeitpunkt der stationären Aufnahme Risikofaktoren für eine mögliche (unbemerkte) Besiedelung mit weiteren multiresistenten Erregern aufweisen, werden zusätzlich einem systematischen Eingangs-Screening bei der Aufnahmeuntersuchung unterzogen. 

Ziel dieser Untersuchungen ist es, Patienten mit multiresistenten Erregern frühzeitig erkennen und isolieren zu können, um eine Verbreitung und Übertragung der Erreger innerhalb des Krankenhauses sicher zu vermeiden.

Hygiene-Anweisungen + Händesdesinfektion

Jeder Mitarbeiter wird nachhaltig für die Einhaltung der Hygienestandards und Vorgaben zur Arbeitssicherheit sensibilisiert. Die Anweisungen zur Hygiene basieren auf klaren Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes und den Richtlinien für Krankenhaushygiene des Robert-Koch-Instituts. Besonders wichtig ist uns die regelmäßige Schulung der Mitarbeiter sowie die kontinuierliche Kontrolle und Überwachung der Hygienemaßnahmen. Wichtigste Arbeitsanweisung zur Hygiene ist die Händedesinfektion  nach dem Modell der WHO zu den 5 Momenten der Händehygiene.

Um Infektionen vorzubeugen ist die Einhaltung der Händehygiene die einfachste und effektivste Maßnahme. Deshalb zählt die Beteiligung an der bundesweiten Aktion „Saubere Hände“ am St. Vincenz schon lange zum Pflichtprogramm. Auch der Hände-Desinfektionsmittelverbrauch dient uns als guter Marker für das hygienische Bewusstsein. Anhand des Verbrauchs lässt sich klar ermessen, wie konsequent die Händedesinfektion praktiziert wird.

Antibiotika-Management

Bereits seit Jahren wird ein striktes Antibiotika-Management praktiziert, welches sowohl das eingesetzte Arznei-Spektrum, als auch die Einsatzdauer der Medikamente kontinuierlich reduzieren soll. Antibiotika, bei denen eine zunehmende Resistenz erwartet wird, werden bei bestimmten Erregern gar nicht erst eingesetzt.

Hintergrund: Multiresistente Keime und gramnegative Erreger

Die Besiedelung mit multiresistenten Erregern erfolgt in der Regel außerhalb des Krankenhauses. Schon die Zubereitung von Geflügel aus Massentierhaltung in der heimischen Küche stellt eine signifikante Gefahr dar, mit multiresistenten Erregern in direkten Kontakt zu kommen. Die Aufgabe der Krankenhaus-Hygiene ist es, durch geeignete Screening-Maßnahmen eine Besiedelung oder auch Infektion mit multiresistenten Erregern zu detektieren und sie dann gezielt isolieren zu können. Auf diese Weise lässt sich die Gefahr einer Übertragung problematischer Keime effektiv minimieren.

MRSA:

Die Absolutzahlen eines MRSA-Nachweises sagen nichts aus über die Infektionsgefahr in einem Krankenhaus. Sie sind vielmehr ein Zeichen für die Vigilanz des hygienisch-versierten Personals, welches das Ziel verfolgt möglichst viele (bis dahin nicht bekannte) Keimträger zu identifizieren, um konsekutiv andere Mitpatienten und das Personal vor einer Übertragung zu schützten. So gesehen ist es ein gutes Zeichen, wenn zum Aufnahmezeitpunkt möglichst viele Keimträger identifiziert werden oder auch schon bekannt sind.

MRGN (multiresistente gramnegative Erreger):

Andere Bakterien, die seit wenigen Jahren nach ihrer Eigenschaft der erworbenen Resistenzen gegen eine oder mehrere der vier wichtigsten Antibiotikagruppen eingruppiert werden, verursachen weltweit zunehmend Probleme. Physiologisch leben diese Bakterien überwiegend im Darmtrakt und haben in den letzten Jahren weltweit, v. a. wegen eines unkritischen Antibiotika-Einsatzes verschiedene Resistenzeigenschaften entwickelt.

Gramnegative Stäbchen gehören zur normalen Darmflora. Probleme bereiten die Bakterien insbesondere, wenn sie gegen drei oder sogar vier der klinischerseits verwendeten Antibiotikaklassen resistent sind. Im Falle einer Infektion kann dann die Antibiotikatherapie schwierig werden.

Insbesondere Patienten mit einer Darmerkrankung werden gezielt auf das Vorliegen einer 3 oder 4 MRGN Besiedelung untersucht. Ein positiver Nachweis von 3 oder 4 MRGN darf aber nicht gleichgesetzt werden mit einer manifesten Infektion.