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Mit LUCAS Leben retten - Große Benefizveranstaltung der Stiftung St. Vincenz-Hospital mit dem Polarforscher Arved Fuchs

„Sie unterstützen ein wahrhaft lebensrettendes Projekt“ – mit diesen Worten brachte der Leitende Notarzt des Landkreises und Ärztliche Leiter der Zentralen Notaufnahme des St. Vincenz, Dr. Peter Sahmer, Idee und Hintergrund der großen Benefizveranstaltung der Stiftung St. Vincenz-Hospital auf den Punkt. Rund 1000 Besucher waren zur Vortragsveranstaltung der Stiftung mit dem Polarforscher Arved Fuchs in die Limburger Stadthalle gekommen und unterstützten damit gleichzeitig auch die Verbesserung der Notfallversorgung im Landkreis Limburg-Weilburg. Denn für 45.000 Euro finanziert die Stiftung für alle drei Rettungsstandorte des Landkreises den sog. LUCAS, ein mechanisches Thoraxkompressionssystem, welches im Notfall selbstständig Herzdruckmassagen beim Patienten durchführt.

Botschafter für eine lebensrettende Aktion: Der Polarforscher Arved Fuchs engagierte sich bei der Benefizveranstaltung der Stiftung St. Vincenz Hospital nicht nur für die Rettung der Arktis, sondern auch für das aktuelle Spendenprojekt der Stiftung, die mechanische Kompressionshilfe bei Herzkreislaufstillstand, LUCAS genannt. V.l.n.r.: Dr. Peter Sahmer, Stftungsvorsitzender RA Erwin Reuhl, Vincenz-Geschäftsführer Guido Wernert, Sitftungsmitglied Dietmar Kegler und Polarforscher Arved Fuchs.

So funktioniert LUCAS: Das mechanische Thoraxkompressionssystem führt selbstständig und vollautomatisch Herzdruckmassagen beim Patienten durch, immer mit dem optimalen Druckverhältnis und der optimalen Frequenz. Es bietet bei einfacher Bedienung eine gute Reanimationsqualität, eine konstante Leistung ohne Müdigkeitserscheinungen oder Unterbrechung sowie die Flexibilität, den Patienten sowohl am Einsatzort als auch im Rettungswagen und im Zielkrankenhaus zu transportieren.

Motor für ein lebensrettendes Projekt: Der Leitende Notarzt und Leiter der Zentralen Notaufnahme des St. Vincenz, Dr. Peter Sahmer, sorgte für nachhaltige persönliche Betroffenheit bei den Besuchern, indem er vor Augen führte, wie schnell jeder ganz persönlich von LUCAS profitieren kann.

Volles Haus für Arved Fuchs und die Stiftung St. Vincenz-Hospital: die Benefizveranstaltung für das Projekt LUCAS war ein voller Erfolg.

Inspiration und Initiative sind gefragt: Die Stiftung gründete im „Vorprogramm“ der Veranstaltung einen Freundeskreis, um den Kreis der Ideengeber und Unterstützer für gute Zwecke weiter zu öffnen. Im Vordergrund LUCAS, der dem Ganzen wohlwollend lauschte…

Dass dies eine Investition ist, die potentiell jedem Zuhörer zugute kommen kann, führte der Leitende Notarzt den Zuhörern drastisch aber durchaus realistisch vor Augen: 170.000 Einwohner gibt es im Landkreis, drei Notarzteinsatzfahrzeuge haben im Jahr rund 50 Reanimationen zu verzeichnen – da ist das Risiko 1:1100 pro Jahr, Opfer eines Herzkreislaufstillstands und somit reanimationsbedürftig zu werden. „Bei rund 1000 Zuhörern im Saal kann  es also rein theoretisch jeden von uns treffen, möglicherweise im nächsten Jahr reanimiert werden zu müssen“, so das eindringliche Szenario, welches der Notfallmediziner den Besuchern skizzierte. Dass in diesem Kontext LUCAS eine enorme Verbesserung für die Situation  lebensbedrohlich gefährdeter Patienten darstellt, daran liess Sahmer keinen Zweifel. Auch der Vorsitzende der Stiftung, RA Erwin Reuhl, bekräftigte erneut seine Überzeugung, hier im Namen der Stiftung Anschubhilfe für eine sehr sinnvolle, gute Sache geleistet zu haben: „Diese Hilfe kommt den Menschen der Region schnell, rasch und unmittelbar zugute.“ Seit seinem Start im April ist LUCAS schon fünf Mal im Landkreis erfolgreich zum Einsatz gekommen, der jüngste Patient war Anfang 20. Unter anderem auch diese Erfolgsmeldung ist es, welche die Verantwortlichen der Stiftung nun dazu motiviert, den Kreis der Ideengeber und Unterstützer weiter zu öffnen: Inspiration und Initiative für die Stiftung St. Vincenz seien jederzeit willkommen, ermunterte Reuhl im Vorfeld der Veranstaltung Vertreter heimischer Firmen und Organisationen. Gleichzeitig lud der Stiftungsvorsitzende schon jetzt zur Eröffnung des fast schon traditionellen Weihnachtsmarktes ein, den die Stiftung nun bereits zum fünften Mal auf dem Vorplatz des St. Vincenz-Krankenhauses veranstaltet. Startschuss ist am 27. November 2017 um 16 Uhr. Die Stiftung St. Vincenz-Hospital unterstützt vornehmlich Bereiche, die vom Gesundheitswesen finanziell nicht abgedeckt und im normalen Krankenhausbudget nicht abbildbar, aus ihrer Sicht aber unverzichtbar sind. So ist das aktuelle Projekt LUCAS beispielsweise eine deutliche Erleichterung für Rettungskräfte und Notärzte, denn durch diese Unterstützung können sie sich um andere, wesentliche Bedürfnisse des Patienten kümmern. Die mechanische Kompressionshilfe bietet bei einfacher Bedienung eine gute Reanimationsqualität und eine konstante Leistung ohne Müdigkeitserscheinungen oder Unterbrechung, so dass der Patient sowohl am Einsatzort, als auch im Rettungswagen gut vorbereitet in das Zielkrankenhaus transportiert werden kann. Denn der Weg bis ins Krankenhaus kann mitunter lang sein, wenn bei der Herzdruckmassage 100 Kompressionen pro Minute durchführt werden müssen. Für diesen guten Zweck liess sich auch Arved Fuchs begeistern und nahm seine Zuhörer mit auf eine atemberaubende Reise in den Polarkreis: Bewegend und mit viel Herzblut berichtete der Forscher von seinen Expeditionen speziell nach Grönland, eine Region, die ihm ganz besonders am Herzen liegt. Brillante Fotos zogen die Zuschauer in ihren Bann und brachten den Zauber der rauhen, kalten und gleichzeitig faszinierenden Insel hautnah in die Stadthalle, die packende Live-Moderation Arved Fuchs` mit sehr persönlichen Beschreibungen und Wertungen taten ein Übriges. Damit machte sich Fuchs gleich im doppelten Sinne zum Botschafter des Lebens: Engagiert warb er für die Rettung dieser vom Klimawandel ganz besonders bedrohten Region und gleichzeitig unterstützte er LUCAS als Lebensretter: Denn wenn Menschen im Landkreis künftig Herz-Kreislaufstillstand erleiden ist LUCAS als kleiner, teurer, aber sehr effektiver Baustein der Rettungsdienste an allen drei Rettungsstandorten Limburg, Oberlahn und Bad Camberg mit im Boot (oder besser im Rettungswagen), um noch besser Leben retten zu können.
Mehr Informationen unter www.stiftung-st-vincenz.de