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Konstruktive Allianz mit bedarfsorientierter Versorgung der Region

Politiker aus Kreis, Verbandsgemeinde und Stadt informierten sich im St. Vincenz-Krankenhaus Diez

V.l.n.r.: Verwaltungsratsvorsitzender RA Erwin Reuhl, der Diezer Stadtbürgermeister Frank Dobra, Verbandsbürgermeister Michael Schnatz, Landrat Frank Puchtler (Rhein-Lahn-Kreis), Vincenz-Geschäftsführer Guido Wernert und Stephan Meier, Betriebsratsvorsitzender St. Vincenz-Krankenhaus Diez.

Verwaltungsratsvorsitzender RA Erwin Reuhl erläutert die konstruktive Allianz der beiden Häuser mit bedarfsorientierter Versorgung der Region.

„Nur durch Vernetzung lässt sich flächendeckend, wohnortnah und mit hoher Qualität Gesundheitsversorgung sicherstellen“ – dieses Resümee zog Landrat Frank Puchtler (Rhein-Lahn-Kreis) bei einem Gespräch mit Vertretern der St. Vincenz-Kliniken am Standort Diez. Gemeinsam mit Verbandsbürgermeister Michael Schnatz und Stadtbürgermeister Frank Dobra informierte er sich im Gespräch mit RA Erwin Reuhl, dem Verwaltungsratsvorsitzenden der Trägergesellschaft, Geschäftsführer Guido Wernert und dem Betriebsratsvorsitzenden Diez, Stephan Meier, über die aktuelle Entwicklung des St. Vincenz-Krankenhauses Diez.

Auf hohem Niveau weiter zusammenwachsen - so lautete der Tenor des Gesprächs, in dem die Vincenz-Vertreter die wichtigsten Schritte zur Stabilisierung des Standorts Diez skizzierten. So stehe u.a. durch die Bildung von standortübergreifenden Kompetenzzentren ein bestens aufgestelltes Angebot hochwertiger Medizin und vernetzter Expertise für die Bürger der Region bereit. Denn seit Juli arbeiten die Fachbereiche Innere Medizin, Unfallchirurgie und Orthopädie sowie Allgemein- und Viszeralchirurgie in engster Vernetzung zusammen. Beide Kliniken können ihre Ressourcen so intensiver und standortübergreifend nutzen und ihre Versorgungsangebote noch mehr zum Wohle der Patienten sichern und ausrichten. Auch Mitarbeiter werden  in diesen Bereichen schrittweise standortübergreifend eingesetzt. „Diese Entwicklung ist ein Signal an den ganzen Rhein-Lahn-Kreis“, so Reuhl und Wernert, „wir hoffen, dass die Bürger dieses Angebot auch nutzen werden.“  

Mit der Übernahme des Diezer Krankenhauses sei für die Krankenhausgesellschaft am Standort Diez die rheinland-pfälzische Landesplanung ein Thema, erläuterte Geschäftsführer Wernert. Dort bestehe bei der Altersheilkunde Nachholbedarf. Das Geriatriekonzept des Landes Rheinland-Pfalz zeige beispielhaft, dass zunehmend immer mehr Patienten einer höheren Schweregradgruppe zuzuordnen seien und ein erheblicher Mehrbedarf an geriatrischen Betten bestehe. Gerade für dieses schwer kranke Patientenklientel sei eine lückenlose Behandlungskette essentiell wichtig. Darüber hinaus habe sowohl für die Patienten, als auch für ihre Angehörigen die Wohnortnähe der Behandlung große Bedeutung.

Dank der neuen Weiterentwicklung des Standorts könnten künftig Patienten mit geriatrischen rehabilitativen Folgebehandlungen nach Akutbehandlungen (z. B. Muskel/Skelet, Viszeral- und gefäßchirurgische Eingriffe, schwere internistische Erkrankung wie Herzinfarkt oder Pankreatitis) in Diez zügig und wohnortnah weiterbehandelt werden. Bei den Behandlungen im Bereich Geriatrie entfielen allgemein rd. 75 Prozent auf frührehabilitative  geriatrische Komplexbehandlung.  Dies bedeute für den Standort Diez perspektivisch rd. 400 frührehabilitative geriatrische Komplexbehandlungen, so Wernert: „Ein Bedarf, der bisher durch andere Geriatrien im Umfeld nicht abgedeckt ist.“ Innerhalb einer Entfernung von 30 bis 40 Minuten rund um   Diez werden insgesamt sieben geriatrische Einrichtungen zur Behandlung vollstationärer geriatrischer Fälle betrieben. Diese Entfernungen zeigten, dass der Standort Diez geographisch geeignet eine große Versorgungslücke schließe.

Auch bei diesem Besuch vor Ort registrierten die Politiker positiv, dass der Betriebsrat den perspektivischen Weg des Hauses konstruktiv mit begleitet – dies machte Betriebsratsvorsitzender Stephan Meier unmissverständlich deutlich. Einig waren sich alle Gesprächspartner darüber, dass gerade in den letzten Wochen mit Zentrumsbildung und der neuen Sektion Geriatrie bedeutende Schritte zur weiteren Vernetzung der beiden St. Vincenz-Kliniken Limburg und Diez gelungen sind. Landrat Puchtler: „Wir nehme hier eine überzeugende Entwicklung hin zu einem nachhaltigen, länderübergreifenden Kompetenznetz für die gesamte Region wahr.“ Puchtler würdigte das Engagement der Vertreter der Krankenhausgesellschaft, bedarfsorientierte Versorgungsangebote für die Region zu erarbeiten und mit Einbindung der verschiedensten Partner eine konstruktiv Allianzen geschaffen zu haben: „Wohnortnahe Versorgung vernetzt mit überregionalem Know How ist gerade im ländlichen Raum nicht selbstverständlich.“